Streusalz, Splitt und Granulat sorgen im Winter für sichere Wege – können aber empfindliche Hundepfoten und auch die Natur belasten. Warum das so ist und wie kleine, einfache Pflegeroutinen helfen können, deinen Hund gesund durch die kalte Jahreszeit zu bringen, erfährst du in diesem leisen Wintergedanken.
Winterwege, Streusalz und empfindliche Hundepfoten🐾
Heute ein leiser Gedanke aus meinem Alltag mit ecopetique.
Die Wege sind glatt, der Frost hält sich hartnäckig, und viele Orte knirscht es unter den Schuhen – nicht nur Schnee, sondern auch Streusalz, Splitt oder Granulat.
Für uns bedeutet das: weniger Ausrutschen, mehr Sicherheit.
Für unsere Hunde bedeutet es oft: brennende Pfoten, vorsichtige Schritte und diesen einen Blick, der sagt: „Müssen wir da wirklich lang?“
Der Winter meint es nicht böse – aber er ist gründlich
Streusalz hat einen klaren Zweck. Es soll verhindern, dass Menschen stürzen. Gerade für ältere Menschen kann ein eisfreier Gehweg den Unterschied machen zwischen einem sicheren Spaziergang und einem Krankenhausaufenthalt.
Und das kann man nicht einfach ignorieren.
Gleichzeitig reagiert alles, was näher am Boden lebt, ziemlich empfindlich auf diese Mittel.
Nicht nur Hundepfoten, auch die Natur rebelliert noch dagegen.
Salz verschwindet nämlich nicht einfach. Es wandert mit dem Tauwasser in den Boden, zu den Wurzeln der Bäume, in Gewässer und ins Grundwasser. Darunter leiden Pflanzen, Mikroorganismen werden gestört, und auch Wildtiere kommen mit den salzigen Flächen in Kontakt.
Während das alles passiert, laufen unsere Hunde mittendurch. Ohne Schuhe. Ohne Handschuhe. Ohne Beschwerderecht.
Wenn der Spaziergang plötzlich unangenehm wird
Ob Streusalz, Splitt oder Granulat – viele Streumittel wirken auf empfindliche Kugeln wie feines Schmirgelpapier.
Streusalz entzieht der Haut Feuchtigkeit.
Die Bälle werden trocken, spröde und rissig. Dringt Salz in kleine Verletzungen ein, kann das ordentlich brennen. Manche Hunde beginnen zu humpeln oder bleiben einfach stehen, als sie sagen wollten: „Ich bin bereit, nach Hause getragen zu werden.“
Splitt und Granulat sind zwar umweltfreundlicher, aber nicht unbedingt pfotenfreundlicher. Kleine Steinchen setzen sich zwischen den Ballen fest und reiben bei jedem Schritt.
Und nach dem Spaziergang folgt das große Saubermachen – mit der Zunge.
Dabei gelangt das Salz in den Magen und kann zu Reizungen, Erbrechen oder Durchfall führen.
Übrigens: Das mit dem Streusalzverbot …
Viele denken, Streusalz sei in Deutschland grundsätzlich verboten. Ganz so einfach ist es nicht. Es gibt kein einheitliches bundesweites Verbot. In vielen Städten dürfen Privatpersonen tatsächlich kein Salz streuen und sollen stattdessen Sand oder Splitt verwenden. Bei extremer Glätte oder an besonders gefährlichen Stellen gibt es aber Ausnahmen. Und der städtische Winterdienst nutzt weiterhin wichtige Straßen Salz.
Deshalb sieht man trotz Verbotsregelungen oft doch wieder salzige Wege – besonders in strengen Wintern.
Kleine Winterroutinen, die Pfoten glücklich machen
Zum Glück braucht es keine großen Maßnahmen, um Hundepfoten durch den Winter zu bringen. Es sind eher die kleinen Dinge, die den Unterschied machen.
Vor dem Rausgehen eine Schutzschicht auftragen
Eine fetthaltige Pflege wirkt wie ein unsichtbarer Handschuh für die Bälle.
Der Lill´s Pfotenbalsam BINE schützt vor Salz, Kälte und rauem Untergrund.

Nach dem Spaziergang kurz die Pfoten abspülen
Lauwarmes Wasser entfernt Salz und Schmutz zuverlässig.
Ein mildes Pfotenbad wie das Bio Pfotenbad TINE von Lill`s reinigt sanft, ohne die Haut zusätzlich auszutrocknen.
Rissige oder gereizte Ballen extra pflegend
Wenn die Haut schon strapaziert ist, hilft eine intensivere Pflege wie die Vezer Care Behandlungscreme , damit sich alles wieder beruhigen kann.
Fell zwischen den Bällen gekürzt
Sammeln Sie also weniger Eis, Salz und Steinchen.
Und ja, manchmal helfen auch Hundeschuhe.
Nicht jeder Hund trägt sie mit Würde – aber die Pfoten sind dankbar.
Der ehrliche Haushaltstipp
Falls gerade kein Pfotenbalsam im Haus ist, kann im Notfall auch ein wenig pflanzliches Speiseöl helfen, zum Beispiel Kokos- oder Olivenöl. Diese Öle sind lebensmitteltauglich und in kleinen Mengen unbedenklich, sodass der Hund seine Pfoten nicht schädigen kann.
Auch Vaseline wird häufig als Schutzschicht empfohlen. Sie ist in kleinen Mengen nicht giftig, pflegt die Haut jedoch nicht, sondern dichtet sie nur ab. Für den Alltag und längere Winterspaziergänge sind pflanzliche Fette oder ein speziell entwickelter Pfotenbalsam meist die bessere Wahl.
Was du besser nicht auf Hundepfoten auftragen solltest
Nicht alles, was für unsere Haut gut ist, eignet sich auch für Hunde. Einige Produkte können die empfindliche Pfotenhaut reizen oder beim Ablecken Probleme verursachen.
Nicht auf Hundepfoten gehören:
- Öle
- parfümierte Cremes
- Handcremes oder Körperlotionen
- Zinksalben
- Produkte mit Alkohol oder starken Duftstoffen
Viele dieser Inhaltsstoffe sind für Hundehaut ungeeignet oder beim Ablecken problematisch. Im Zweifel gilt: Lieber etwas Einfaches und Lebensmitteltaugliches verwenden – oder direkt zu einem speziell entwickelten Pfotenprodukt greifen.
Ein leiser Gedanke zum Schluss
Winterwege werden gestreut, damit Menschen sicher an ihr Ziel kommen. Das ist wichtig.
Aber jeder Griff zum Streumittel hat auch andere Folgen – für Hundepfoten, für Wildtiere, für Böden und Bäume.
Vielleicht geht es im Winter nicht um perfekte Lösungen.
Vielleicht geht es nur darum, ein bisschen aufmerksamer zu sein.
Ein kurzer Blick auf die Wege.
Eine kleine Portion Pflege vor dem Spaziergang.
Und das gute Gefühl, dass unser Hund mit gesunden Pfoten durch den Winter kommt.
Manchmal ist genau das schon genug.
Herzliche Grüße
Euer ecopetique-Team

